Achtung! Satire! Oder doch nicht? Naja…ein wenig.

Hier also mal was für die Väter unter uns und solche die es noch werden könn(t)en:

Wir haben echt ein schweres Los. Wir leben in einer Zivilisation, vielmehr einer Zwischenwelt, in der inzwischen die zweite Generation Frauen, Mütter, Erzieherinnen, Lehrerinnen ihren Platz gefunden hat und auf einer soliden Grundlage weiter an ihrem Profil arbeitet. Wir sind Zombies in dieser Zwischenwelt.

Die Männer und Väter hinken hinterher und müssen feststellen, dass ein neues, dominantes Alphaweibchen in die Fussstapfen des Grossvaters getreten ist.

Wir haben in mehrerlei Hinsicht eine Doppelbelastung zu ertragen.

Einerseits müssen wir mit dem Verlust männlicher Vorbilder zurecht kommen, wachsen oft selbst vaterlos auf, andererseits ist der Erwartungsdruck selbst fortgeschritten emanzipierter Partnerinnen hoch.

Wir können uns nicht mehr auf unserer Männlichkeit ausruhen und müssen (zurecht!) lernen uns auch mal unterzuordnen.

Wir sollen nach Möglichkeit alles das genauso gut machen wie die Frauen, v.a. in Sachen Umgang mit Gefühlen.

Unsere Vorbilder sind all zu oft dabei entweder fehlende Väter oder Väter die sich als Patriarchen aufspielen konnten, nur ihr eigenes Ding durchgezogen haben oder in die Kategorie Pantoffelheld fallen.

Wenn wir es aus eigener Kraft dennoch geschafft haben, uns über unsere Gefühle klar zu werden, wobei hier noch keine Wünsche formuliert sind, müssen wir drüber reden und sie auch noch reflektieren. Und zwar bevor sie zuende gefühlt sind.

Wobei Gefühle wie Aggression, Wut oder gar Hass natürlich eher unzulässig sind und möglichst vermieden werden soll(t)en. Das geht ja man(n) gar nicht.

Wir sollen zwar über Gefühle die uns gerade eben erst dämmernd klargeworden sind sprechen und metakommunizieren, was aber, wenn die Gefühle dann auch noch vermeindlich negativ sind? Dem destruktiven (männlichen?) Prinzip entsprechen?

Wer sich als Mann und/oder Vater mal auf entsprechende Diskussionen eingelassen hat, der wird glaube ich wissen, was ich meine. Nicht das Frauen diese Gefühle nicht auch haben…aber in der durchschnittlich gleichen Qualität? Sind alle Klischees für den Arsch oder hat die Legende einen wahren Kern? Und jetzt komm mir bitte keiner mit Lesboargumenten. Die gucke ich lieber als ich sie höre.

Nun, egal. Also tapsen wir umher, ohne Vorbilder, wissen was wir alles nicht mehr bringen können, was wir aber weiterhin leisten sollten, lernen uns gerade von einer ganz neuen Seite kennen, funktionieren, stehen der Frau zur Seite, die uns leider auch mal die kalte Schulter zeigt, an die wir uns gerne auch mal anlehnen würden, stehen alleine unseren neuen Mann.

Und irgendwann sind wir Väter und wussten und wissen eigentlich gar nicht, wie das heutzutage geht. Bloss keine Schwäche zeigen jetzt…und bloss keine falschen Fragen stellen, gewagte Erziehungshypothesen aufstellen. Das geht ins Auge. Da wird man schneller zum Deppen, Weichei und Erziehungsgehilfen als man im Bett je gekommen ist. Uups…sorry.

Naja, mit der Zeit wächst man da hinein, in die neue Rolle. Man muss sich nur trauen authentisch zu sein und sich die Rolle freigeistig selbst zu definieren. Für moderne Väter gilt m.E. die Devise…scheiss auf autoritär, scheiss auf antiautoritär…erziehe authentisch. Sei du selbst…mit allem was dazu gehört.

Ausser böse Wörter…die besser nur heimlich den Kindern beibringen. Hüstel*

Was Jungen brauchen, das wissen die Mütter am besten. Was Mädchen brauchen? Auch.

Quatsch. Ihr, wir, haben es in der Hand. Wir sind die erste Generation. Wir sind die 68er…nur eben 50 Jahre zu spät.

Die Emanzipation der Frau war sinnlos, zumindest für uns Männer, wenn sich nicht auch der Mann emanzipiert. Ein e-man-zipierter (sich vom Geist des Vaters lösender) Mann ist sich seiner sensiblen Anteile bewusst und traut sich, sie zu leben, er sieht Kinder, Haushalt und Sozialarbeit nicht als etwas Negatives.

Dazu muss er sich nur Freiraum und seine Freiheit einfordern. Doch genau jene Personen, die ihn darin unterstützen sollten, wollen seine Freiheit nicht. Stichwort Job or not z.B.

Ein besserverdienender Garant für Einkommen, Macht und Status, auf den die Familie nicht verzichten will, plus ein gesunder, sportlicher Typ, eloquent, intelligent, geiler Ficker, zärtlicher Lover…eine Wunschvondenaugenableseundsieambestendirekterfüllermaschine sollst du sein!

Kannste vergessen. Du bist n Looser…genau wie ich.

Der Mann ist nämlich auch von den Männern verlassen. Leistungsideale und Vorteile in der männlich dominierten Arbeitswelt bestehen nach wie vor. Wenn Dein Chef ne Frau ist, ist es oft genug noch schlimmer. Babypausen, Teilzeitarbeit und Jobsharing

Pah.

Geld statt Liebe, unbewusste Abwertungen, Kontaktarmut betreffen vor allem die Söhne von Vätern, die sich gegenüber der Mutter nicht behaupten konnten, keinen eigenen Zugang zu Erziehungsthemen entwickeln konnten und keinen Ausweg als die Flucht vor der Verantwortung gesehen haben.

Jaja…so ist das.

Die Moral von Geschicht? Man(n)! Sei einfach du selbst und vertraue Dir. Wenn Du Dich selbst nicht liebst, liebt Dich keine.

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

One Comment

  1. Hallo Herr Feuerbach,

    ich bin Mutter von zwei Mädchen und zwei Jungs. Es ist schwer in der heutigen Zeit die optimal Erziehung zu finden. Ich möchte, dass meine Töchter selbstbewusste Damen werden und keine Püppchen, aber auch keine von diesen Radikal-Feministinnen. Ich möchte, dass meine Jungs selbstbewusste Alphamänner werden ohne der große Macho zu sein und auf keinen Fall möchte ich die Jungs zu tuntigen Soyboys erziehen.

    Koaliert das Rollenbild für meine Mädchen mit dem meiner Jungs?

    Manchmal bin ich mir unsicher bei der Erziehung:

    Ich finde bei Rechten und Pflichten, sollte es gleichberechtigt sein. Jeder muss mal den Müll raus bringen, aber auch abwaschen. Schließlich müssen Sie auch ohne Partner da draußen überleben können.

    Aber wie ist es bei diesen anderen Dingen?

    Wenn ich meiner kleinen Tochter aus Spaß die Zehennägel lila lackiere und der kleine Bruder will auch?
    Kann ich sagen, Du darfst das nicht? Jungs machen das nicht?
    Auf der anderen Seite rasiere ich meinen Jungs den Kopf, meinen Mädchen natürlich nicht. Das geht halt nur bei Jungs. (Geht natürlich auch bei Mädchen, aber sieht dann aber scheiße aus!)

    Wie findet man die Waage zwischen Gleichberechtigung und das Jungs und Mädchen halt verschieden sind?

    Verstehen Sie was ich meine?

    Es ist nicht einfach. Emanzipation hat für uns Frauen Gerechtigkeit auf vielen Gebieten verschafft. Dennoch sind wir Frauen keine Männer. Es gibt schon aus der Evolution heraus Unterschiede zwischen Mann und Frau.
    Welche Frau würde denn einen Soyboy einem Alphamann vorziehen?

    Der Alphamann sollte ein Gentleman sein und die Frau eine Dame. Das ist meine Meinung.
    Ich hoffe, dass ich meinen Kindern das irgendwie vermitteln kann und sie zu anständigen Menschen werden, die das andere Geschlecht respektieren aber nicht nachäffen.

    Es ist schwer in einer Zeit in dem die Linken, Feministinnen und Soyboys und die islamische Macho-Frauen-Unterddrückung die gesamte Welt nerven.

    Wir müssen die gesunde Mitte finden und weitervermitteln.

    In diesem Sinne viel Glück Ihnen und mir und allen, die zu diesen Werten stehen, in der Erziehung unserer Kinder.

    Liebe Grüße

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