Der Koran steckt voller Widersprüche. Er behauptet von sich selbst friedlich zu sein, doch stiftet er offen zur Gewalt an.
Je nach Perspektive ist es beispielsweise möglich aus dem Islam auszutreten und zu konvertieren oder nicht. Einige islamische Theologen bejahen dieses Recht, andere lehnen es ab. Die Mehrheit lehnt es sicherlich ab, doch es gibt tatsächlich diese islamischen Gelehrten, die es nicht ausschliessen.
Dieser Widerspruch ist typisch für den Islam. Man findet immer jemanden, der haarklein begründet, warum eine Sache so und nicht anders ist und man findet immer auch jemanden, der das Gegenteil ebenso islamisch begründet.
Der Islam erhebt aber den Anspruch, er sei das letzte und endgültige Wort Gottes.
Der Koran sei Gottes letztes Wort. Warum steckt der Koran dann aber voller Widersprüche?
Die Widersprüche bilden den Keim für die blutigen innerislamischen Kriege, die nach Mohammeds Tod begonnen haben. Hatte Allah etwa eine psychopathische Phase? Wollte er diese Kämpfe? Oder liegt es daran, dass der Islam mit dem Schwert gross geworden ist und sein Schöpfer Mohammed ein gewalttätiger, perverser Psychopath war? Ist der Koran wirklich Gottes Wort?
Zumindest sich selbst gegenüber scheint Allah, bzw. Mohammed, tolerant gewesen zu sein.
Der selbstgerühmten Toleranz steht jedoch die Scharia gegenüber.
Ebenso wie der Koran, steckt auch die Scharia voller Widersprüche. Je nachdem wie sie ausgelegt wird und v.a. wer sie auslegt.
Es schält sich aber ein kleinster gemeinsamer Nenner heraus.
Egal, ob es sich um Schiiten oder Sunniten handelt, ob im Iran oder Saudi-Arabien, ob Boko Haram, Hamas, Hisbollah, Schabab-Miliz oder IS:
Überall bedeutet die Scharia, dass die Bevölkerung im Namen Allahs bevormundet wird und dass körperliche Strafen und ein auf den Mann zugeschnittenes Familienrecht eingeführt werden.
Es gibt in diesem Sinne keine Trennlinie zwischen Islam und Islamismus, sondern eine Einigung auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner, der offensichtlich nicht gerade von göttlichem Verstand geleitet wird, sondern vom Wunsch eine Einheit herzustellen und die offensichtlichen Widersprüche und Differenzen zu überdecken.
Über 50 Staaten sind Mitglied der Islamischen Konferenz. Kein einziger ist frei von Islamismus. Es gibt keinen Islam ohne Islamismus.
Ein Religion mit einem so enormen Gewaltpotenzial schafft sich eine recht simple Ideologie.
Das Gewaltpotenzial ist das primäre Angebot des Islam. Das Friedenspotenzial ist eher Nebensache.
Müssen wir das angebliche Friedenspotenzial des Islam deshalb anerkennen, nur weil sich große Teile der Weltbevölkerung zu diesem Glauben aus spirituellen und nicht aus politischen Gründen bekennen? Wohl kaum. Denn diese einfach gestrickten Mitläufermuslime verstehen den politischen und überhaupt allumfassenden Anspruch des Islams nicht.
Innerislamische Kriege in der Frühzeit dieser sogenannten Friedensreligion sprechen eine deutliche Sprache.
Gott habe Mohammed tatsächlich erlaubt, Gewalt anzuwenden. Gott bzw. Mohammed stellt sogar genaue Regeln für Gewalt auf. Unter bestimmten Voraussetzungen und nach bestimmten Regeln ist sie in Ordnung, sogar geboten. Die Abhandlungen der Religionsgelehrten sind voll davon.
Genau hier liegt der Geburtsschaden des Islam. Der Koran verteufelt Gewalt nicht, sondern schafft explizite Regeln.
Wenn ein Nachdenken und Erkennen dazu führt, den Islam verlassen zu wollen oder zu konvertieren, sieht der Betroffene noch ein letztes Mal, wie tolerant und friedlich Mohammeds selbstgebastelte Patchworkreligion ist.
Die Scharia schreibt die Todesstrafe vor und beruft sich auf Mohammed persönlich, der sich wiederum auf seine ganz individuelle Gotteserfahrung beruft.
Das es um den angeblich gleichen abrahamitischen Gott, der drei grossen monotheistischen Weltreligionen geht, spielt keine Rolle. Die zur Religion gewordene, persönliche Ideologie Mohammeds steht hier weit über einem gemeinsamen Gott. Mohammed ist mehr als nur der Prophet. Er hat sich selbst an Gottes Seite gestellt.
So einfach ist das eben.
Genau diese Einfachheit zieht auch sein ganz eigenes Klientel an.
Bisher nicht besonders fromme Menschen, vorwiegend junge Männer in Identitätskrisen, oft in der späten Pubertät, suchen nach einem Halt und häufig Ausgleich für geringe Bildung. Die Botschaft der Salafisten fällt bei solchen Jugendlichen auf fruchtbaren Boden.
Für diese jungen Männer, die sich radikalisieren, ist der Islam die perfekte Machoreligion. Hier können sie ihre persönlichen Defizite ausblenden und sich aus der Subkultur heraus Bestätigung holen, die sie sonst niemals bekommen könnten.
Der Islam ist nun einmal eine patriarchalische Religion, das lässt sich nicht weginterpretieren. Gott sprach vor 1500 Jahren zu einer männlich dominierten Gesellschaft.
Und so ist es nur logisch, dass der Koran den Männern erlaubt, Frauen zu schlagen. Sie sollen den Männern immer zur sexuellen Verfügung stehen, sie werden als sein „Saatfeld“ bezeichnet.
Es ist leichter für einfach gestrickte Menschen, einen Text wortwörtlich zu nehmen und sklavisch zu befolgen, als ihn in Kontexte zu setzen. Auch heute noch.
Durch die gesamte islamische Geschichte zieht sich, wie bei den beiden Konkurrenz-Monotheismen mit dem gleichen, nur anders benannten Gott, das Bild eines strafenden Gottes, der aber nicht infrage gestellt werden darf. Alle Diktatoren dieser Welt haben hier das optimale Vorbild gefunden.
Zwar findet sich auch im Alten Testament das Pedant, auch dort wird Gewalt propagiert, aber das Problem ist nicht der Text an sich, sondern dessen Stellenwert.
Wenn die Gläubigen davon ausgehen, dieses Wort Gottes sei zwingend für alle Zeiten, wird das zum Sprengstoff.
Ohne religiöse Mündigkeit wird es niemals religiösen Frieden geben. Ohne selbstständiges Denken wird es keine Mündigkeit geben. Religion kann niemals eine Diktatur Gottes bedeuten. Sollte es einen Gott geben, so hätte er sicherlich keine Diktatur im Sinn. Ich denke, er wäre selbst einem Atheisten wir mir gegenüber tolerant.

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

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