Von Richard Feuerbach

Die Berichte und die historische Aufarbeitung der Gräueltaten weißer Buren an den schwarzen Stammesvölkern im heutigen Südafrika füllen heute ganze Bibliotheken.

Die zur Zeit stattfinden Gräueltaten an weißen Farmern füllen in den heutigen Medien jedoch kaum eine Zeile.

Das Thema „Morde an Weißen Farmern“ in Südafrika gehört sich v.a. in Deutschland überhaupt nicht. Es ist tabu. Denn die Täter sind keine alten weißen Männer, sondern alte schwarze Männer. Und die Angst vorm schwarzen Mann ist so unbegründet wie rassistisch.

Über die Situation weißer Farmer in Südafrika habe ich hier bereits berichtet. Diesmal soll es um die andere Geschichte gehen. Die andere Seite einer historischen Medaille, die nicht so gerne gezeigt und gesehen wird.

Wie kam es zur Besiedelung Südafrikas durch die Buren und zu den Kaufverträgen der Buren, die Land suchten? Viele Deutsche glauben automatisch den politisch korrekten Legenden vom bösen Weissen (den es gegeben hat) und edlen Wilden (die es sicherlich auch gegeben hat).

Wie war es denn aus Sicht der heutigen Nachfahren der Buren, die in Südafrika nun selbst zu Opfern werden? Hierzu lieferte mir eine weiße Farmerin aus Südafrika einige Informationen, die ich mehr oder weniger ungefiltert wiedergeben möchte.

Der Bure Piet Retief verliess 1837 die Kap Region mit einem Trek von 30 Planwagen um den Gemeinheiten der Briten und dem ständigen Rinderdiebstahl durch die Khoisan zu entkommen.

In den fruchtbaren Regionen von Natal traf der Trek mit Zuluhäuptling Dingaan zusammen und es wurde gefragt ob man in der Region siedeln dürfe. Dingaan sagte, Piet Retief und seine Mannen sollten bitte 700 von einem anderen Stamme gestohlene Rinder zurückholen.

Piet Retief und 100 seiner Gefolgsleute schafften für Dingaan die 700 durch den Tlokwa Stamm gestohlenen Kühe wieder herbei und der Vertrag wurde unterzeichnet.

Am 6. Februar 1838 nach der Unterzeichnung des Vertrages lud Dingaan Piet Retief und Gefolge noch ein, einer Militärparade der Zulu Impis beizuwohnen. Am Ende des sich aufschaukelnden Spektakels liess Dingaan alle 100 Männer zu Tode knüppeln.

Der hinterhältige Anschlag auf die Buren, die den Forderungen des Zuluhäuptlings gerecht geworden waren, wurde äusserst brutal durchgeführt. Piet Retief und seinen Sohn tötete man zuletzt. Er musste das Massaker noch mit anschauen.

Damit nicht genug. Der Zuluhäuptling befahl der Armee nun den Planwagentrek anzufallen. 534 Männer, Frauen und Kinder wurden mit Speeren beim drauf folgenden Weenen (Weinen) Massaker grausam zu Tode gequält. Halbtote Babies hingen über Bäumen. Kinder verbluteten.

Einen genauen Bericht über dieses Massaker der Zulus an dem Trek der Buren finden Sie hier, wenn Sie die Grausamkeit ertragen können. Aufgeschlitzte Frauen, abgetrennte Brüste, ausgeblutete Babies. Nachdem die Voortrekker alle Bedingungen erfüllt hatten.

Ohne diese geschichtlichen Hintergründe versteht man nur schwer, worum es in Südafrika überhaupt geht. Der Durchschnittsdeutsche glaubt, Horden Weißer seien über arme Naturkinder hergefallen. Die Zulus töteten übrigens mehr als 1 Million Schwarze in den Mfecane Kriegen.

Ein überlebendes Mädchen wurde übrigens später von der Burenregierung geehrt. Die ANC Regierung nahm die Ehrung sofoet zurück und gedachte stattdessen der Speere, welche die Kinder umgebracht hatten. Soviel zu „wie die Verträge zustande kamen“.

Es wird in der ganzen eigentlich gar nicht stattfindenden Diskussion zudem etwas ganz anderes völlig vergessen. Nämlich daß die Bantu weder eine Schriftsprache noch Literatur kannten. Wie hätten sie denn überhaupt eine Regierung nach westlichem Vorbild verstehen können? Nein, man ließ jedem Stamm seine eigenen selbstbestimmte Stammeshäuptlinge.

Man gründete mit dem Geld der Weißen Schulen für die bis dato wie Urmenschen lebenden Bantu, entwickelte ihnen ein Alphabet, lehrte sie lesen und rechnen. Es dauerte eine Zeit, bis man sie auf den Stand der Moderne gebracht hatte.

Heute, nach dem Ende der Apartheit und unter einer weit überwiegend schwarzen Regierung, stellt sich nun die Frage, ob es Sinn macht, Farmer ausschließlich aufgrund der weißen Hautfarbe zu enteignen, wenn die Farmen dann größtenteils brach liegen und tausende Arbeiter in Arbeitslosigkeit darben müssen, die auf den Farmen Weisser rundum versorgt wurden? Ca. 90% der an Schwarze übertragenen Landwirtschaften liegen brach. Sie werden nicht zurück gegeben, da sie vorher nicht Schwarzen gehört haben.

Ohne Brunnentechnologie wären die Farmen nie landwirtschaftlich nutzbar geworden. Die fruchtbaren Flächen in Natal mit hohen Niederschlägen gehören den Zulus, dort hatten sie auch vor 1994 ihr Homeland. Die Weissen siedelten in vorher unbewohntem Gebiet.

Wem gehört das Land in Südafrika? Wem soll es gehören?

Weisse Menschen besitzen 21.9% des Landes, das ist weniger als der Staat besitzt, weniger als Schwarze Stämme und ausländische Interessengruppen.

In den letzten 40 Jahren sind Millionen Menschen aus anderen afrikanischen Ländern nach Südafrika eingewandert. Das muss bei der Verteilung des Landbesitzes mitbedacht werden. Buren die 300 Jahre lang dort wohnten, haben heute oft weniger Rechte als ein Zuwanderer aus Sambia.

Die Holländer trafen übrigens erst 150 Jahre nachdem Kapstadt erbaut wurde auf die ersten Bantu. Die kamen nämlich vom Norden her durch Migration viel später nach Südafrika. Der Genozid den die Zulus an den Khoisan veranstalteten dürfte bis heute nur wenigen außerhalb Südafrikas bekannt sein.

Die Khoisan waren damals die einzigen auf die die ersten Europäer trafen. Die Khoisan waren von dem Zulus aus dem Norden verjagt worden. Bis heute sind Khoisan und Buren einander gut gesinnt. Khoisan wollen nicht von Bantu regiert werden.

Die Lage in Südafrika ist außerordentlich komplex und gleicht einem Pulverfass. Man sollte die Lage dort im Blick behalten und sich besserbkeinen politisch korrekten Wünschvorstellungen hingeben.

Ich danke Maria Elisabeth Gerber für ihre zahlreichen Anregungen, Textvorlagen, Recherchen und v.a. ihrem unermüdlichen Einsatz für ihr Land Südafrika, in dem auch ich selbst Verwandte habe. Ohne sie wäre dieser Artikel nicht entstanden.

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

One Comment

  1. Klaus E. Kreuter 22. März 2019 um 13:59

    Ich möchte keinen ausführlichen Bericht abgeben, dazu kannte ich die Situation in RSA zu gut. wenn es so weitergeht wie es jetzt ist, dann wird in spätestens 10 Jahren RSA sehr viel Nahrungsmittel importieren müssen. Ein Afroamerikaner sagtte mir vor Jahren. wir waren besser dran als es noch Aparftheid gab.Ob das so stimmt bezweifle ich, nur die korrupten Regierungssysteme der schwarzen Mehrheit sind keine Zukunftschancen.

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s