Von Coellnbrueder

Egal wie willkommen er zu Anfang sein mag, nach spätestens drei Tagen fängt er an zu stinken. Dies ist nicht nur ein arabisches Sprichwort, sondern taucht beinahe gleichlautend im viel zu selten gelesenen Knigge auf.

Der irakische Flüchtlinge Abbas Khider wurde im Irak wegen seiner politischen Arbeit verhaftet und floh nach seiner Freilassung im Jahr 2000 nach Deutschland, wo er Philosophie und Literatur studierte. Nun hat er ein weiteres Buch geschrieben und es „Deutsch für alle“ genannt, woraufhin er selbstverständlich vom Deutschlandfunk interviewt wurde. Darin fordert er, „halb ernst“ wie uns versichert wird, einige Vereinfachungen der deutschen Sprache.

Hier einige Auszüge: „Es geht um Menschen, die im Erwachsenenalter in Deutschland ankommen. Solche Menschen haben wirklich viele Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Besonders Araber oder Asiaten haben zum Beispiel ein großes Problem mit den Umlauten.“ „Nehmen wir mal Pronomen. Wir haben jetzt Personalpronomen, zum Beispiel nehmen wir „ich“, „du“, „er“ und „wir“, und so weiter, und so fort. Aber es gibt zwei Pronomen, die ein großes Problem machen. Zuerst: „sie“, feminin, weiblich, und „sie“, Plural. Sie ist eine Frau. Sie sind Frauen. Die Frage ist: Warum für Mehrzahl und Einzahl das gleiche Pronomen?“

„Und dann hat man das größte Problem, diese Endungen, Deklinationen. Das ist wirklich ein Albtraum für die Araber, denn das Wort im Arabischen ändert sich nicht.“
Bei jouwatch wird auch ein Beispiel vorgestellt, wie er sich die deutschen Verben in Zukunft vorstellt: Aus „gehen, ging, gegangen“ solle in Zukunft „gehen, gehte, gegeht“ werden. Hier also seine Forderungen im Überblick.

  • Umlaute müssen weg, sie seien für Araber zu schwierig auszusprechen
  • Das Pronomen „sie“ solle nicht mehr für den Singular verwendet werden, weil es   schon in der 3. Person plural benutzt werde, es solle durch „em“ ersetzt werden
  • Die „Deklination“ der deutschen Verben solle radikal vereinfacht werden
  • Die Trennung zusammengesetzter Verben müsse entfallen
  • Die Artikel der, die, das sollen durch „de“ ersetzt werden

Nun könnte man Herrn Khider natürlich erklären, dass es ohne Frauen keine Kinder, und somit auch keine Mehrzahl gibt, doch angesichts seines äußerst begrenzten Sprachverständnisses liegt es nahe, dass er zu dieser Abstraktionsleistung ohnehin nicht fähig wäre. Man wird unwillkürlich an einen Satz aus „Also sprach Zarathustra“ von Nietzsche erinnert: „Dass jeder Lesen lernen darf, verdirbt auf Dauer nicht nur das Schreiben, sondern das Denken selbst.“

Aber ist das Arabische wirklich so viel einfacher, wie Herr Khider behauptet?
Das Arabische kennt zwar die Vokale „e“ und „o“ nicht, dafür aber den gepressten Kehlkopflaut „ain“, der an Schwierigkeit ein deutsches „ä“, „ö“ oder „ü“ spielend in den Schatten stellt. Des weiteren wird ein „a“ nach einem „ain“ in vielen arabischen Dialekten als „ä“ ausgesprochen. Würde Herr Khider die Wahrheit sagen, wäre es somit Arabern nicht möglich den Namen des tunesischen Fußballprofis Änis Ben-Hatira auszusprechen. Das emphatische „k“, das in der Regel mit „qaf“ transkribiert wird, hat der Komiker Kaya Yanar einmal so umschrieben, dass es sich anhört als wolle man eine verschluckte Rosine aus der Luftröhre hervorpressen. Es wird Sie nicht überraschen, dass Herr Khider Ihnen die Komplexität der arabischen Pronomen verschwiegen hat. So unterscheidet das Arabische sowohl das „du“ in männlich und weiblich (anta bzw anti) und sie (plural) in hum bzw. hunna. Wir sehen also, dass die Geschlechterapartheit bis in die arabischen Pronomen vorgedrungen ist, und dabei macht sie auch nicht vor dem sog. Dual halt (wenn also ein Paar Menschen etc. etwas tut): So hat es Einfluss auf die Konjugation des Verbes, ob zwei Männer, zwei Frauen oder ein Mann und eine Frau etwas tut.

Dies sieht dann im Einzelnen so aus, wie Sie der unten stehende Tabelle entnehmen können. Bitte entscheiden Sie selbst, welches Konjugationsmuster komplizierter ist:

Tabelle1

Wir ersparen unseren Lesern besser die Vergangenheitsformen und Partizipien, sonst laufen Sie uns Haare raufend davon und verpassen den eigentlichen „Höhepunkt“: Die Anwendung all seiner Vorschläge auf Goethes Liebesgedicht „Gefunden“:

Tabelle2

Tabelle3

Wir möchten Herrn Khider noch einen Auszug aus dem bereits erwähnten Knigge angedeihen lassen, mit der Bitte ihn an all seine Brüder im Geiste weiterzureichen:

„Dem Manne, der uns Gastfreundschaft erweist, sollen wir zum Lohne seiner Güte so wenig Last als möglich machen. Hat der Wirt mit seinen Leuten zu reden oder sonst häusliche Geschäfte, so schleicht man davon, bis er fertig ist. Wir sollen ruhig und still unsern Gang gehn, uns nach den Sitten des Hauses richten, den Ton der Familie annehmen, als wenn wir Glieder derselben wären, wenig Aufwartung fordern, genügsam sein, uns nicht in häusliche Angelegenheiten mischen, nicht durch unsre Launen den Ton verstimmen, und wenn es unsrer Meinung nach irgendwo in der Bewirtung gemangelt hat, nicht undankbar hinter dem Rücken her darüber oder über das, was wir sonst etwa in dem Hause gesehn haben, unsern Spott treiben.“

Herr Khider sprach im Interview davon, dass er die Literatur liebe. Nun haben wir gesehen, wie der Hass der Araber gegen Christen, Frauen und Homosexuelle aussieht, und hätten nicht zu fürchten gewagt, dass ihre Liebe noch weitaus zerstörerischer ist. Er ist ein kultureller Taliban, der sich nicht mit der „Bereicherung“ einzelner Frauen abgibt, wie es seine Landsleute so gerne tun, sondern gleich unsere Muttersprache vergewaltigt, ganz so als wäre „ey Alda, isch Haltestelle“ nicht schon schlimm genug. Wir lehnen seine Vorschläge zur Gänze ab.
Ihre Coellnbrueder

 

Quellen:

  1. https://www.deutschlandfunk.de/abbas-khider-deutsch-fuer-alle-deklinationen-sindein.700.de.html?dram:article_id=442110
  2. https://www.journalistenwatch.com/?s=Khider
  3. https://www.grammatiken.de/arabische-grammatik/sprache12.php
  4. http://www.al-adala.de/Neu/wp-content/uploads/2011/10/Knigge-Über-den-Umgang-mitMenschen.pdf

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

One Comment

  1. Ich habe die deutsche Sprache schon vereinfacht, durch das geistige Erkennen ihrer tragenden Wortfracht. Die Sprache beruht nun nicht mehr nur auf einen bloßen Verdacht.
    Hier kann es jeder nachvollziehen wie der Geist nun endlich in der Sprache erwacht: http://upvs.wordpress.com

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