Von Alfredo M. Cebandt

Deutschland verblödet.
Ihre erste Reaktion wird eventuell sein: „Erzähl‘ was Neues“.
Wie immer dem auch sein mag, ich lasse das mal als Feststellung oder auch als Diskussionsgrundlage so stehen und der geneigte Leser möge sich bitte die Zeit nehmen, diese Aussage erst ein wenig sacken zu lassen.

„Ok“, werden Sie nach einigem Überlegen sagen. „Ich habe auch schon ähnliche Feststellungen gemacht“.

Sei es der Nachbar von der gegenüberliegenden Straßenseite, der seit 14 Tagen pünktlich zur Mittagszeit mit Besteck bewaffnet vor Ihrer Tür steht und das nur, weil ihm sein Zahnarzt gesagt hat, er soll mal für eine Weile auf der anderen Seite kauen oder der Neffe ihres Bruders, der im 7. Schuljahr immer noch davon überzeugt ist, dass der Limes ein römischer Rennfahrer war und der Herodes für diese fiese Krankheit hält, die einem diese kleinen juckenden Bläschen auf den Lippen beschert.

Vielleicht kennen Sie aber auch jemanden, der partout nicht davon abzubringen ist, zu glauben, dass Hemingway die englische Übersetzung des Wortes Heimweg ist und der ein Monatsgehalt darauf verwetten würde, Theodor Fontane sei der Erfinder des Springbrunnens. Und wie viele Leute muss man schon fast mit Gewalt davon überzeugen, dass man es nicht am Ruck merkt, wenn man weitergeht, während die Armbanduhr stehen bleibt ?
Nun denn. Zeitgenossen, deren Intelligenzquotient sich bei einem Wert knapp über dem der
Zimmertemperatur einpendelt und denen der Arzt das Denken wegen der damit für sie verbundenen Verletzungsgefahr verboten hat, gibt es wie Sand am Meer. Und dieser Sand knirscht immer lauter im intellektuellen Getriebe unserer Gesellschaft. Er vermehrt sich rasend schnell, verbreitet sich immer weiter und bildet langsam aber sicher eine Wüste. Willkommen in Deutschland !
Wenn Sie, lieber Leser, tatsächlich der Meinung sind, an diesen Zuständen würde sich in absehbarer Zeit etwas ändern, dann möge der liebe Gott Ihnen ihren grenzenlosen Optimismus erhalten.

Vermutlich glauben Sie dann aber auch, dass es völlig sinnlos ist, neue Atomraketen zu bauen, bevor die alten nicht verballert sind.
Falls Sie aber zu der immer kleiner werdenden Anzahl von Leuten gehören, die ihren Kopf nicht nur deswegen auf den Schultern trägt, damit es nicht in den Hals hineinregnet und nebenbei auch noch in der Lage sind, auf geradem Weg von 12 bis Mittag zu denken, dann fühlen Sie sich bitte von mir ausdrücklich beglückwünscht. Sie gehören definitiv zu einer aussterbenden Rasse.

Der Homo Erectus Beknacktus ist nämlich auf dem Vormarsch und nichts scheint ihn aufhalten zu können. Nachdem wir es in langen Jahrhunderten und mit großen Mühen endlich geschafft haben, uns eine halbwegs zivilisierte Welt aufzubauen (immerhin neigen wir heute dazu, rothaarige Frauen eher flachzulegen als zu verbrennen), scheinen wir jetzt den nächsten Schritt der Evolution in Angriff zu nehmen. Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass es ein Schritt nach vorne ist. Es sei denn, hinten ist vorn.
Nun gut, auch meine Generation hat sich in jungen Jahren die eine oder andere Blödheit geleistet, aber wir hatten kein Internet und waren somit auch nicht in der Lage, unsere intellektuellen Defizite (soweit vorhanden) einer weltweiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zumal wir uns sehr wahrscheinlich ein Ei aus der Hose geschämt hätten, uns so dermaßen strunzdumm darzustellen. Und während heutzutage via Internet Konten geplündert und ganze Existenzen per Mausklick zerstört werden, beschränkte sich unsere kriminelle Energie höchstens darauf, im Tante Emma Laden an der Ecke mal einen Kaugummi zu klauen.
Vielleicht liegt es aber auch an der allgemeinen Verschiebung dessen, was man als *Wertvorstellung* bezeichnet. Wir mussten unser Langzeitgedächtnis durch das Auswendiglernen von Gedichten (vorzugsweise auch Abschnitte aus der Bibel) trainieren und man hat uns sogar erfolgreich beigebracht, dass eine Hypotenuse keine Frau mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern ist. Wir lasen in der Schule noch den Schimmelreiter, die Judenbuche und andere literarisch wertvolle
Sachen.

Und Heute ? Heute werden die Wertvorstellungen, sofern es überhaupt noch welche gibt, vom
Mainstream-TV geprägt und ein Wort von Dieter Bohlen, Herbert Grönemeyer oder Jan Böhmermann hat fast mehr Gewicht als eine Rede des Bundespräsidenten, dessen Name wohl 60 % der Jugendlichen ohnehin nicht kennen dürften. Und wenn, dann höchstens in Verbindung mit der Frage „In welchem Verein spielt der denn ?“

Wenn man sich mal am Wochenende „Reality TV“ ansieht ( ich gebe zu, dass ich die Zurschaustellung des optischen, sozialen und intellektuellen Bodensatzes dieser Republik fast schon genieße ), dann kann man in seinen schlimmsten Vorstellungen fast erahnen, wohin dieses Land abdriftet.

Die Medien, allen voran das Fernsehen, und hier ganz besonders die privaten Sender, haben es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, die Deutschen zunächst zu verdummen und sie anschließend auf diesem geistigen Level zu halten. Sie bedienen sich zu diesem Zweck solcher Sendeformate wie z.B. „DSDS“, „Big Promibude X“, „Der Bitchelor“, „Das Gangbangcamp“ … um nur einige zu nennen. Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen und erweitern durch Gerichtsshows, Dokusoaps zu jedem noch so abwegigen Thema usw. usw. Für nahezu jede Form der geistigen Tieffliegerei ist etwas dabei und nahezu jede Klientel wird dabei bedient.

Abgehalfterte B- und C-Promis ( … wahrlich, ich sage euch, der Tag wird kommen, an dem unser Alphabet nicht mehr ausreicht, um diese überflüssigen Schwachmaten zu archivieren…) suhlen sich im Restglanz ihrer verblassenden Popularität und hoffen auf kurzfristige Wiederbelebung ihrer ehemaligen Medienpräsenz.
Ob der Prinz von Absurdistan einer gewissen Carola Blödistan ins Badewasser pinkelt, oder ob der Moderator von Verblödung Total seine vermeintlichen Gags selber angrinsen muss, damit die Leute überhaupt mitbekommen, dass ein solcher geplant war, keine Form des TV-Sondermülls, der nicht seine dankbaren Abnehmer findet.

Und am besten fange ich erst gar nicht damit an, mich darüber auszulassen, was uns heute unter dem Deckmäntelchen der „Comedy“ so alles an absurdem Schwachsinn auf die Stulle geballert wird.

Es gibt da noch ganz spezielle Sendeformate, die in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden wachsen, ich nenne sie „Fressaliensendungen“. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass sie kaum noch den Fernseher einschalten können, ohne gleich von Dampfwolken umwabert zu werden, die aus irgendwelchen Kochtöpfen steigen ? Mir ist diesbezüglich aufgefallen, dass eine meiner ehemaligen Lieblingssendungen, benannt nach einem berühmten italienischen Astronomen, in immer weiter ansteigender Zahl Berichte bringt über die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln. Schalte ich dann um auf N-TV, so wird mir dort dann zum wiederholten Male erklärt, wie man Wurst herstellt, Brot oder Gummibärchen produziert oder, oder, oder.

Da man es andererseits aber nicht unterlassen kann, die bereits von mir erwähnten B- und C-Promis aus der Versenkung zu zerren, lag es natürlich nahe, beides, Ex-Promis und Fressalien, in einer an perfider Genialität kaum noch zu überbietenden Art und Weise zu kombinieren. Und Voila …. Das Promi-Diner war geboren. Und wer diese Sendung nicht mag, nimmt eben die Promi-Koch-Arena.

Die 875 übrigen Sendungen zum Thema Kochen lasse ich hier mal ganz bewusst aus.

Promis ! Wie ich dieses Wort mittlerweile hasse ! Kaum eine Sendung, die sich nicht mit „Promi“ vermeintlich veredeln lässt. Während wir früher im Fernsehen noch Leute bewundert haben, die den Status eines Prominenten durch Intelligenz, Ausstrahlung oder künstlerisches Können wirklich verdient haben, gilt heute schon jede geistig minderbemittelte Schnalle, die beim Aussteigen aus dem Auto im Blitzlichtgewitter ihre Unterwäsche (soweit vorhanden) präsentiert, bereits als prominent. Ganz davon abgesehen, dass man sie dann aber als Celebritiy bezeichnet.

Dann gibt es da noch die reichen Promis, die uns in entsprechenden Sendungen gerne ihre Sorgen und Nöte mitteilen, die sie bei dem Versuch erleiden, ihr Geld auszugeben.

Merken Sie etwas ? In Deutschland gibt es immer mehr Hartz-IV-Empfänger, die weder zuviel Geld haben, noch die Möglichkeit, sich ein 5-Gänge-Menü auf den Tisch zu stellen. Also dürfen sich diese bemitleidenswerten Geschöpfe das alles im TV angucken. So sind sie von der Straße und kommen auch nicht auf dumme Gedanken.

Am allerwenigsten stellen sie aber das System als solches in Frage.
Gestatten Sie mir einen wichtigen Einwand zu den erwähnten Leuten, die auf Staatskosten leben (müssen). Ich verurteile niemanden, der unverschuldet in diese Situation geraten ist. Absolut nicht.

Auch ich war einige Male arbeitslos, hatte aber jedes Mal das Glück, ohne die „Hilfe“ des Arbeitsamtes wieder in Lohn und Brot zu kommen. Insofern tun mir diese Leute ehrlich leid, die sich redlich bemühen, ihren Lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu finanzieren und dabei jeden Tag aufs Neue feststellen müssen, dass sich dieses Land sehenden Auges auf ihre Kosten in den Untergang globalisiert.

Die „Global Player“ dulden eben keine „Urban Loser“.
Vielleicht erleben wir alle ja noch den einzig wirklich historischen Tag, nämlich den Tag, an dem unsere Politik aufhören wird, sich selber zur willfährigen Hure des Kapitals zu machen und sich endlich wieder auf ihre ursprünglichen Aufgaben besinnt, nämlich dem Wohl des deutschen Volkes.

Weniger leid tun mir hingegen die Zeitgenossen, die es einfach aufgrund ihrer geistigen Fähigkeiten nicht schaffen oder auch gar nicht schaffen wollen, an ihrer Situation etwas zu ändern. Diese Klientel findet sich vor und im nächsten Sendeformat wieder, das von einer ursprünglich guten Idee zu einer primitiven Massenware verkommen ist. Ich rede von Talkshows. Es gab Zeiten, da saß ein Joachim Fuchsberger mit einem Gast vor der TV-Kamera und führte mit ihm eine Unterhaltung auf gehobenem Niveau. Man erfuhr viel Interessantes und hatte im Anschluss an die Sendung nicht das Gefühl, seine Zeit verschwendet zu haben.
Dann kamen die Talkshows am Nachmittag und von da an ging es bergab. Die Themen wurden immer primitiver, die Gäste immer hässlicher und dümmer. Das allgemeine Niveau dieser Art der TVUnterhaltung begann, Limbo zu tanzen, aber irgendwann lag die Latte am Boden und es brauchte nur eine Arabella, einen Ricky, eine Britt und wie sie alle hießen, um doch noch drunter durchzukommen.

Ich habe mir vor vielen Jahren, als die Themen der Talkshows noch in der Programmzeitschrift angekündigt wurden, die Mühe gemacht, über den Zeitraum eines ganzen Jahres diese Themen in einer Tabelle zu erfassen. Den einzelnen Themen habe ich damals Farben zugeordnet. Sex = rot, dicke Menschen (damals ein sehr beliebtes Thema) = blau, dicke Menschen und Sex = grün und so weiter.

Am Ende des Jahres war diese Tabelle ein Meer von roten, blauen und grünen Feldern. Scheinbar gab es kaum noch andere Themen.
Zwischendurch gab es natürlich auch noch alle Facetten zwischenmenschlicher Tragödien zu begutachten, von denen die Protagonisten meinten, sie unbedingt einem Millionenpublikum präsentieren zu müssen.
„Wasch‘ Dich, Du stinkst“
„Mein Mann kann mich nicht mehr befriedigen“
„Ich will, dass uns beim Sex jemand zuschaut“
Alles schon dagewesen. Und wenn Sie, lieber Leser, glauben, das wäre das Peinlichste, dann haben
Sie sich getäuscht. Aber ersparen Sie mir freundlicherweise, diesbezüglich noch tiefer ins Eingemachte gehen zu müssen. Gönnen wir diese Sendungen all denen, die man heute nicht mehr als Unterschicht bezeichnen darf.
Aber was soll’s ? Das Volk muss (oder will) unterhalten werden, wenn es schon nicht die Möglichkeit hat, einer geregelten und befriedigenden Arbeit nachzugehen. Schon die alten Römer pflegten diesen netten Brauch der Volksbelustigung unter der Bezeichnung „panem et circenses“ …. Brot und Spiele. Damals wie heute galt dieses Prinzip der „Ablenkung“, damit die herrschende Kaste ungehindert ihrem perfiden Treiben nachgehen konnte ohne sich dabei vom gemeinen Pöbel stören zu lassen.
Während man aber früher recht einfach Straftäter, Christen und andere unliebsame Subjekte von den Löwen verspachteln lassen konnte, kann man heute keinem der Hornochsen in einer Talkshow die ehrliche Meinung sagen, ohne Gefahr zu laufen, am nächsten Morgen von einer kampfstarken Kompanie Anwälte aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Und musste man früher für diese zweifelhafte Art der Unterhaltung große Amphitheater bauen, so wird die Rolle dieser antiken Prachtbauten heute vom TV-Bildschirm übernommen. Der Gladius wurde vom Mikrofon abgelöst, das Hirn an der Garderobe abgegeben und der Schwachsinn wird uns in Full-HD präsentiert.
Die Ablenkung bzw. Verblödung wird quasi frei Haus geliefert und ob’s regnet spielt dann auch keine Rolle mehr. Man sitzt warm und bequem vor der Glotze und lässt sich mit Schwachsinn berieseln.

Ich will hier nicht falsch verstanden werden. Jede Gesellschaft braucht einen gewissen Prozentsatz an Bekloppten, die bereitwillig alles konsumieren, was ihnen vorgesetzt wird und die Allgemeinheit verträgt diesen Anteil auch ohne nennenswerten Schaden für das gesellschaftliche Gesamtbild. Wem sollte man sonst die Jamba-Klingeltöne im Monats-Abo andrehen ? Wem sonst könnten die Privatsender zu nächtlicher Zeit die 0190er-Rufnummern schmackhaft machen ? Und wer sonst würde freiwillig glauben, dass hinter einer solchen Nummer tatsächlich Chantal, vollbusig, blond, langbeinig und geil wie Nachbars Lumpi ausgerechnet auf seinen Anruf wartet und die natürlich außer High Heels und dem kleinen Schwarzen nichts anhat ?
Jedes Land braucht eine gewisse Anzahl an bevölkerungspolitischen Blindflanschen, schon alleine als Stimmvieh bei der nächsten Wahl. Stellen Sie sich ein Volk vor, bei dem der durchschnittliche IQ ÜBER 110 liegen würde. Unser gesamtes Staatsgefüge würde in seinen Grundfesten erzittern und bald zusammenstürzen. Unsere Führungseliten liefen Gefahr, dass ihre Untertanen eine Tätigkeit in Gang setzen könnten, die gemeinhin als Denken bezeichnet wird. Schlimmer noch, der Durchschnittsbürger könnte auf die Idee kommen, die eine oder andere Politikeraussage genauer zu hinterfragen. Glauben Sie wirklich, dass sich unter diesen Umständen ein Norbert Blüm getraut hätte, seinen berühmten „Die Rente ist sicher“- Spruch abzusondern ? Den Kleinen hätten sie damals sofort ebenfalls an die Litfaßsäule gekleistert und da würde er noch heute hängen.
Oder nehmen wir unseren damaligen Superminister Clement. Mir klingt noch heute sein Statement in den Ohren:
„Es gibt keine Armut in Deutschland. Durch Hartz IV wird keiner arm“.
Irgendjemand hat sich mal die Mühe gemacht, auszurechnen, dass es für einen Normalbürger möglich wäre, auf das gleiche Altersruhegeld zu kommen wie Herr Clement.

Unglücklicherweise hätte besagter Bürger aber ungefähr 1750 n. Chr. mit den Beitragszahlungen zur Rentenkasse beginnen müssen. Dumm gelaufen, kann man da nur sagen. Und es wurde seitdem alles nur noch viel schlimmer und schlimmer.

Lieber Leser, verzeihen Sie mir diesen kleinen Ausrutscher auf das Gebiet meiner politischen
Meinung. Aber vielleicht verstehen Sie ja, was ich damit sagen will. Ohne einen gewissen Fundus an
Idioten in diesem Land hätten es unsere Politiker echt schwer. Denn es ist völlig egal, was diese
Herrschaften von sich geben, es wird immer Leute geben, die ihnen glauben. Und das werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NICHT die Intelligenten sein.

Lassen Sie uns also zurückkehren zu denen, die man im Neudeutsch als Prekariat bezeichnet. Wenn diese Leute mal nicht vor dem Fernseher hocken, dann gehen sie ins Internet. Panem et Circenses auf der Grundlage IP-basierter Netzwerktechnologie, die ihren Weg in nahezu jeden Haushalt gefunden hat. Dank kostengünstiger Flatrates kann sich das heute sogar jeder Harz-IV-Empfänger leisten.
Und damit kommen wir zum eigentlichen Zweck dieses Buches. Ich möchte dem Leser gerne an vielen echten Beispielen verdeutlichen, dass es heute scheinbar nichts Schöneres gibt für gewisse Menschen, als sich im Internet einer staunenden Welt zu präsentieren, die sich anschließend die Frage stellt, ob Lieschen Müller, die kein Problem damit hat, ihre geistigen Defizite öffentlich zu machen, tatsächlich Sauerstoff verbraucht und warum zum Teufel sie nichts dagegen unternimmt.

Ich erwähnte es eingangs bereits. Deutschland verblödet. Und die ungewollt willfährigen Werkzeuge, die diesem Zustand Vortrieb verschaffen, sind die sogenannten „Social Communities“ …. Die sozialen Netzwerke.

Kaum eine Erfindung des jüngeren Informationstechnologiezeitalters macht es dem Besitzer eines Internetanschlusses leichter, sein „geistiges Potential“ einer breiten Öffentlichkeit zuteilwerden zu lassen, getreu dem Motto „Ich bin so blöd‘, dass es scheppert und Du darfst daran teilhaben“.

Mit Sicherheit werden Sie sich jetzt die Frage stellen, wie ich denn auf eine solch unerhörte Feststellung komme. Nun, ganz einfach. Ich treibe mich ebenfalls in solchen Netzwerken herum und glauben Sie mir eines. Wenn Sie täglich eine oder zwei Stunden lesen, was ihre Mitmenschen der Welt mitteilen, dann werden Sie nach spätestens einer Woche meine eingangs gemachte Behauptung gerne unterschreiben. Eventuell auch früher ….. mit dreifachem Durchschlag und notariell beglaubigt. Die ganz harten unter Ihnen können ihre Zustimmung auch gerne mit Blut besiegeln.

Zunächst einmal möchte ich ausdrücklich feststellen, dass ich die Erfindung dieser sozialen
Plattformen nicht generell verurteile. Ganz im Gegenteil, bieten sie doch in vielen Fällen die einzige
Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen oder auch alte Bekannte und Freunde aus längst vergangenen Tagen wiederzufinden. Selbst mir ist es unglücklicherweise gelungen, einige Leute wiederfinden zu müssen, von denen ich annahm, sie wüssten bereits, dass Sargdeckel auf der Seite des Verbrauchers schmucklos sind. Zähes Pack ….
Und betrachten Sie das Ganze auch einmal von der rein pazifistischen Seite. Wer damit beschäftigt ist, im Internet seinen Senf zu den unterschiedlichsten Themen abzusondern, hat logischerweise keine Zeit, zur Kalaschnikow zu greifen und in der nächsten Schule ein Massaker anzurichten. Da ich gelegentlich sehr zum Sarkasmus neige, gehe ich ohnehin davon aus, dass in diesem Fall jeder dritte Kopfschuss ein Fall von Hohlraumversiegelung wäre und keinen nennenswerten Schaden anrichten würde.

Aber im Grunde ist das ja eine feine Sache und es spricht auch nichts dagegen, sich an solchen
Netzwerken zu beteiligen. Den Aspekt der Datensicherheit hinsichtlich der Preisgabe persönlicher Daten lasse ich hier mal ganz bewusst aus, darüber ist an anderer Stelle schon genug geschrieben worden. Und … by the way … brüllen nicht gerade die am lautesten, dass der Bürger immer gläserner und durchsichtiger wird, die in solchen Netzwerken so ziemlich alles von sich veröffentlichen ?

Ich will also niemanden deswegen verurteilen, dass er sich in einem sozialen Netzwerk herumtreibt und sich dort mit anderen unterhält … nein, ganz und gar nicht. Aber der Titel dieses werdenden Buches und mein etwas provokanter Einstieg zielen darauf hin, WIE die meisten der „User“ dies tun. Dieses WIE werde ich anhand vieler Beispiele verdeutlichen. Beispiele, bei denen Sie sich nach dem Lesen die Frage stellen werden, ob diese User jemals eine staatliche Bildungseinrichtung von innen gesehen haben und ob man diesen Leuten tatsächlich das Recht einräumen sollte, mit einem Kreuz auf einem Wahlzettel über die Zukunft dieses Landes mitzuentscheiden. Glauben Sie mir, den meisten sollte man nicht nur das Wahlrecht entziehen.

Meine ganz privaten Forschungen beziehen sich auf ein spezielles soziales Netzwerk, dessen Name ich hier nicht nennen möchte, Weil Keiner Wissen kann, ob das nicht Ärger nach sich zieht. Aber es ist ein Netzwerk amerikanischen Ursprungs und hat zum Zeitpunkt, da ich dieses Werk verfasse, fast. 8 Milliarden Mitglieder aus allen Altersgruppen und sozialen Schichten. Mithin kann man es ohne Zögern als repräsentativen Querschnitt durch die deutsche Bevölkerung ansehen, was mir gelegentlich nicht gerade wenig Sorgen bereitet.

Denn ein großer Teil von ihnen, ich schätze ihn mal auf mindestens 40 – 50 Prozent, ist im Grunde nichts anderes als das Paradebeispiel für den Wähler, den unsere Politiker brauchen, um auch weiterhin ungestraft ihrem Treiben nachgehen zu können. Ich erwähnte es bereits. Im Klartext … sie sind schlicht und ergreifend blöd in der Birne, haben einen gewaltigen Riss im Wirsing, jede Menge Matsch am Paddel und das in einem Ausmaß, dass man sich zwangsläufig die Frage stellt, wie diese Leute es eigentlich fertig bringen, sich alleine die Schuhe zuzubinden oder ohne ernsthafte
Verletzungen mit Messer und Gabel zu essen. Jede dieser gesellschaftlichen Nieten, die „nur“ mit dem Makel behaftet ist, sich bereits in einer Telefonzelle zu verlaufen, kann sich da ja schon beinahe glücklich schätzen. Man findet Zeitgenossen, deren geistige Schlichtheit sich wahrlich nicht nur in ihrem persönlichen Unvermögen manifestiert, selbst einfachste Sätze fehlerfrei in die Tasten zu klöppeln. Es gibt geistige Landeier, die sich durch das Tragen eines Schildes mit der Aufschrift „Isch bin ja soh dähmlisch“ eigentlich noch hochgeadelt fühlen müssten. Heranwachsende, aber auch erwachsene Menschen, deren intellektuelle Kapazität das Stadium eines Fünftklässlers sehr wahrscheinlich niemals überschritten hat, die aber mit Vehemenz der ganzen Welt mitteilen müssen, dass sie einzigartig sind, und zwar … einzigartig bescheuert.

Man findet aber auch erwachsene Menschen, denen man nach dem Lesen ihres Profils am liebsten den Gnadenschuss geben würde, nur damit sie sich nicht noch weiter vermehren und dadurch den Genpool weiter schädigen. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die nicht mal den Schuss hören würden.
Aber den größten Teil der Plattformbenutzer, denen man wegen akuter Blödheit den
Lebensberechtigungsschein nie verlängern dürfte, machen die Leute in der Altersgruppe von 14 bis 20 Jahren aus, diejenigen, die ich gerne als strunzdumme Teenies bezeichne. Warum auch nicht ? Sie tun nicht das Geringste dafür, dieses Image loszuwerden. Da ist dann auch die Altersklasse dabei, die sich in Kürze in einem Bewerbungsgespräch wiederfindet und sich wundern dürfte, dass auch Personalchefs wissen, wie man Bewerber für einen Job im Internet recherchiert. Da wird dann so mancher Schuss nach hinten losgehen.

Wenn in so einem Bewerbungsgespräch jemand im Brustton der Überzeugung die Ansicht vertritt, dass 5 Prozent von 100 genau 20 sind, dann brauchen Sie auch nicht den Versuch zu unternehmen, diesem personifizierten Urschlammrestbestand klarzumachen, dass es nichts mit Generalüberholung zu tun hat, wenn Sie auf der Autobahn den ranghöchsten deutschen Soldaten mit Tempo 180 hinter sich lassen. Wenn Sie dieses Paradebeispiel an geistiger Inkompetenz dann auch noch mit der Feststellung konfrontieren, dass der größte Teil der Bevölkerung heterosexuell ist, kann es sein, dass Sie damit wegen der Unkenntnis der Bedeutung des Begriffes echte Empörung auslösen.

Aber was soll‘s ? Angeblich glaubt ein Teil der amerikanischen Bevölkerung ja immer noch, Adolf Hitler wäre unser Bundeskanzler. Und wo wir schon mal bei den Amis sind. Ist Ihnen mal aufgefallen, dass jeder amerikanische Soldat, der irgendwo auf der Welt mit einer Waffe in der Hand durchs Gestrüpp rennt, auf die Frage, was er denn da tut, immer dieselbe Antwort parat hat ?
„Ich verteidige mein Land“
Gnade ihm Gott, wenn der mal bei mir im Vorgarten stehen sollte. Ich sorge persönlich dafür, dass ihm das Fiasko in der Schweinebucht wie ein Kindergeburtstag vorkommen wird !

Büscher schraiben ist main Hoppy.
Kommen wir nun zu einem meiner Lieblingsthemen, der Kunst des Schreibens. Man beachte in den von mir an späterer Stelle präsentierten Fällen vor allem den ewigen Kampf mit der Rechtschreibung. Hier sei mir kurz der Einwand gestattet, dass ich der Meinung bin, die neue Rechtschreibreform wurde nur aus dem einzigen Grund eingeführt, um unsere einstmals so schöne deutsche Sprache der immer weiter um sich greifenden Dummheit ihrer Benutzer anzupassen.

Aber was will man von einer Jugend erwarten, die den Besuch der Schule nur als unfreiwillige Unterbrechung ihrer Freizeit betrachtet ? Was soll man von diesen Knallchargen halten, die gerne in die Schule und danach auch gerne wieder nach Hause gehen, die allerdings die Meinung vertreten, dass dazwischen einfach zu viel tote Zeit liegt ? Fragen Sie so einen Ableger stolzer Eltern mal nach einem Satz mit Genitiv und Dativ, aber wundern Sie sich bitte nicht, wenn die Antwort lautet:
„Geh‘ nie tief ins Wasser, weil es da tief ist“.
Und was die Vorliebe dieser Kackbratzen für das sogenannte „Kanack-Deutsch“ angeht, davon will ich mal lieber gar nicht erst anfangen, weissu, Alda ?

Sie können mir Eines glauben. In puncto Intelligenz und Allgemeinbildung haben nicht gerade wenige von denen zur „Limited Edition“ gegriffen. Wie um alles in der Welt soll diese Generation auch den schriftlichen Umgang mit der deutschen Sprache lernen, wenn sie in ihrer Freizeit per Whatsapp nur noch die merkwürdigsten Abkürzungen und Wortschöpfungen versendet ?

Ich will jetzt beileibe nicht jeden simplen Tippfehler verteufeln, immerhin passiert mir so etwas auch schon mal. Allerdings neige ich dazu, alle Beiträge, die ich im Internet veröffentliche, VOR dem Klick auf SENDEN noch einmal zu prüfen. Tippfehler erkennt man ganz einfach. Man suche den falschen Buchstaben auf der Tastatur und anschließend den richtigen Buchstaben. Liegen beide dicht beieinander, so ist der Tippfehler bereits als solcher entlarvt. Da hatte jemand ganz einfach zu breite Finger.

Was mich aber wirklich fast verzweifeln lässt, ist die Tatsache, dass selbst erwachsene Menschen, von denen man annehmen sollte, dass sie mal eine Schule besucht haben, einfach nicht den Unterschied kennen zwischen folgenden Wörtern:
Wen, wenn, den, denn, das, dass, man, Mann. Und wann man Tod mit D und tot mit T schreibt, scheint für die meisten ebenfalls ein Mysterium zu sein. Solche Sachen sind, in gewissem Umfang, noch entschuldbar. Schlimm wird es beim Satzbau bzw. der Fähigkeit, sich überhaupt halbwegs verständlich auszudrücken. Kein Mensch scheint mehr zu wissen, was Objekt, Subjekt und
Präservativ ist.

In den folgenden Sätzen werde ich Sie mit Beispielen dafür geradezu bombardieren.
Es gibt noch eine weitere Unsitte in der Community, nämlich der unübersehbare Drang einiger Zeitgenossen, sich durch das Verbreiten von vermeintlich tiefsinnigen Sprüchen den Anschein besonderer „Klugheit“ verpassen zu wollen. Dies alles rangiert bei mir unter der Bezeichnung „pseudo-esoterischer Sondermüll der Extraklasse“. Dazu muss noch folgendes gesagt werden. In der Regel sind gerade diese Auswüchse mentaler Inkontinenz weitestgehend fehlerfrei geschrieben. Warum ? Die Antwort ist ganz einfach.

Es liegt wohl daran, dass hier tausendfach kopierter Schwachsinn zum Besten gegeben wird, den irgendwann in grauer Vorzeit mal ein Mensch, der die Regeln der Rechtschreibung noch kannte, fehlerfrei in die Tasten gehämmert hat. Man erkennt diesen geistigen Müll sofort und ich will Sie vorerst noch nicht damit langweilen.

Diesem ganz besonderen Thema widme ich später ggf. einen eigenen Arikel.

Werbeanzeigen

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s