Auf Grund vielfacher Nachfrage veröffentliche ich hier nun einen Artikel, den ich am 2.Januar 2019 veröffentlicht hatte und den ich einige Zeit später wieder gelöscht habe.

Ich distanziere mich inzwischen, nach einem langen Denk-und Reflektionsprozess von vielem, was ich geschrieben und ausgesagt habe.

Ich habe Fehler gemacht und mich dazu hinreißen lassen, einige tendenziöse und rechtslastige bzw. grenzwertige Artikel zu verfassen.

Mir ist jedoch klar geworden, daß Radikalisierung niemals Lösungen anbietet, sondern immer nur die Probleme schlimmer macht.

Ich distanziere mich heute in aller Deutlichkeit von einer AfD, die völkisch-nationalistische Ideen propagiert und in deren Reihen sich immer mehr fragwürdige Protagonisten, Populisten und rechte Ideologen tummeln. Einige wenige müssen sich auch den Vorwurf des Rassismus und der Menschenfeindlichkeit vorwerfen lassen.

Meine Kritik an linken Ideologen bleibt hiervon unberührt.

Was für mich falsch ist, bleibt für mich falsch und das werde ich weiterhin kritisieren.

Ich war nie Mitglied der AfD und bin heute auch sehr froh darüber.

Auch wenn es immer noch einige vernünftige Menschen in deren Reihen gibt, so kann will und werde ich mich nicht mit jenen gemein machen, die konservative Werte nur als Trittbrett für ihre neurechten, intellektuell verschwurbelten Ideen mißbrauchen. Ich mag den Mann hinter der Gardine nicht.

Deshalb bin ich lieber so „verrückt“ gewesen und bin den eher unüblichen und für viele Menschen nicht nachvollziehbaren Weg gegangen und der CDU sowie der WerteUnion beigetreten.

Nicht zuletzt Morddrohungen, aus dem rechten Lager, gegen mich und meine Kinder, haben zu dieser Entscheidung beigetragen.

Ich will mitgestalten und etwas „für“ die Menschen tun und nicht Framing mit Gegenframing und nicht linken Hass mit rechtem Hass beantworten.

Ich setze auf den Dialog und den Brückenbau. Ohne Kontaktschuld und ohne Freunde nur wegen ihrer anderen Meinung zu verdammen.

Nur wer auf konstruktiven Dialog setzt, kann etwas erreichen.

Richard Feuerbach am 2.Januar 2019

Ich habe heute mit einem Freund gesprochen, der als Polizist in Köln arbeitet und aus verständlichen Gründen anonym bleiben will. Er hat mir aus erster Hand berichtet, wie und was er selbst Silvester im Einsatz erlebt hat.

Was er mir berichtet hat, zeichnet ein völlig anderes Bild, als es die Mainstreampresse zu zeichnen versucht.

Die Realität steht aus Sicht eines Polizisten an der Front und auch aus Sicht der zahlreichen Silvesteropfer diametral entgegengesetzt zur öffentlichen Darstellung in den Medien.

Alleine im Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden in der Silvesternacht 38 (!) Polizistinnen und Polizisten im Einsatz für friedliche Silvesterfeiern verletzt und sind nun zum Teil längerfristig dienstunfähig.
Hunderte Kollegen wurden angepöbelt, bespuckt, beschimpft, geschlagen und getreten.

Auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden Opfer von fast ausschließlich „muslimischen, arabischen und türkischen Horden, die vielerorts für bürgerkriegsartige Zustände gesorgt haben.“ Und zwar bei weitem nicht nur am sogenannten Kölnberg.

V.a. die sogenannten Schutzzonen rund um den Kölner Dom und dem Hauptbahnhof wären kaum zu halten gewesen. Eine flächendeckende Kontrolle sei unmöglich gewesen. So wurden auch in diesem Jahr, trotz Verbot, wieder zahlreiche Raketen und Böller gezielt auf Menschen gefeuert und etliche Personen verletzt.

Deutsche Bevölkerung sei auf den Straßen und Plätzen wenig zu sehen gewesen. Und wenn, dann eigentlich nur irritiert bis panisch verängstigt oder um eine Strafanzeige wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung oder sexueller Belästigung zu erstatten.

Die Angehörigen der Kölner Polizei fühlen sich von Oberbürgermeisterin Reker allein gelassen und bescheinigen ihr eine „unterirdische“ Politik und weltfremde Haltung.
Der Unmut und die Frustration bei den Bediensteten der Polizei wächst. Nicht nur in Köln. Landesweit. Bundesweit. Die Kolleginnen und Kollegen tauschen sich untereinander aus.

Überall das gleiche Stimmungs- und Lagebild.
Durch die mediale Berichterstattung und heuchlerische Phrasendrescherei einer immer realitätsfremderen Politik fühle man sich im Stich gelassen, verarscht und verheizt.
Der dringend nötige Nachwuchs wird dadurch mehr als abgeschreckt. Mit einer mickrigen Bezahlung könne man sich ja noch engagieren, aber wenn man nicht einmal mehr von seinen oberen Dienstherren mit Respekt behandelt wird oder gar hinter vorgehaltener Hand zum Lügen über Tatsachen angehalten würde, dann bliebe irgendwann nur noch der große Frust und Burnout.

Es muss sich endlich etwas ändern. Die Zustände sind untragbar und lange wird der innere Frieden, der ohnehin längst mehr Wunschdenken als Wirklichkeit ist, nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

Wenn schon Politik und Medien die mutige und immer öfter lebensgefährliche Arbeit unserer Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte nicht mehr respektvoll honorieren, die Alltagswahrheit verdrehen und ihre heile, bunte Welt propagieren, so lasst wenigstens uns Bürger denen die uns schützen, ein ganz großes Dankeschön sagen.

Im ursprünglich veröffentlichten und später von mir gelöschten Artikel hatte ich noch einige anschauliche Videos und Liveaufzeichnungen der Tatorte verlinkt, die ich nun jedoch nicht mehr verlinken möchte, da ich mich von den politischen An-und Absichten der Quellen inzwischen deutlich distanziere und ihnen daher keine Likes oder Views verschaffen möchte. Das Internet vergisst aber nie…daher darf jeder Interessierte gerne selbst recherchieren.
Ein Dank an Imad Karim, der damals den Artikel geteilt hat und mir dadurch über 100.000 Leser verschafft hat. Der Dank geht natürlich auch an die Leser.

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Veröffentlicht von Richard Feuerbach

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