Von Ricardo

Geraubte Zukunft

Mit jedem Wimpernschlag,
des neuen Tages,
spiegelt sich die Welt,
in meinen erkalteten Augen.

Müde, all das Leid zu sehen,
was stumpf an mir abperlt,
wie grauer Regen an den Blättern,
einer Lotusblüte.

Siehe Morgens all die Menschen,
in den Bus gequetscht zum Hamsterrad,
dumpf und entrückt vor Müdigkeit,
vereint bloss in der Distanz.

Wut geht auch noch,
wenn nach Überstunden,
und MediaMarkt,
noch etwas Zeit verbleibt.

Der Sinn ging wohl verloren irgendwo,
nach irgendeiner Wahl,
einer Fußball WM,
niemand weiß es genau.

Da sind wir jetzt nun,
weiß geblutet vom „Wohlstand“,
blicken aus verbrannten Augen,
in einen Abgrund.

An dessen Rand wir gestern noch standen,
staunend vor Angst,
bevor auch der Abgrund,
im Abgrund verschwand.

Die das beförderten,
entschwanden geschickt,
mit heisser Luft sich aufblasend,
knatternd, in den Sphären,
der Ideologie.

Nicht ohne uns Schweinen,
die Bürde ihres Wahns aufzuzwingen,
mit dem Teelöffel in der Hand,
die Alpen an die Nordsee zu schaufeln.

Klappt schon!

Veröffentlicht von Richard Feuerbach

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